Primarschule
Herzlich Willkommen
Das Petersschulhaus und das Münsterplatzschulhaus gehören zur Primarstufe Peter. Das altehrwürdige Gebäude „Haus zur Mücke“ mit Baujahr 1545 beherbergt den Heilpädagogischen Kindergarten der Primarstufe Peter. Am 14. August 2023 wurde hier der zweite Schulstandort eröffnet, da wir eine wachsende Schule sind.
Geschichte Peters-Schulhaus
Baugeschichte und Nutzung
1924: Das Petersschulhaus wurde als Mädchenschule erbaut. Der Entwurf stammte vom Basler Architekten Hans Mähly, der für seine funktionalistische Architektur bekannt war. Ein radikaler Entwurf von Hannes Meyer und Hans Wittwer vom Bauhaus Dessau wurde im Rahmen eines Wettbewerbs eingereicht, aber nicht realisiert. architekturbasel.chbauhauskooperation.com
1980er Jahre: Das Gebäude wurde als Primarschule genutzt und diente der schulischen Ausbildung von Kindern in der Basler Altstadt.
2016: Im Rahmen des kantonalen Schulbauprogramms wurde das Schulhaus umfassend renoviert. Die Villa Nova Architekten AG führte die Gesamtsanierung durch, wobei moderne Anforderungen an Funktionalität und Energieeffizienz berücksichtigt wurden. Dabei wurde auch das historische Gebäudeensemble erhalten. villanova.ch+1met-architects.com+1
Architektur und Gestaltung
Bauhaus-Einfluss: Der ursprüngliche Entwurf von Hannes Meyer und Hans Wittwer zeichnete sich durch klare Linien und funktionale Gestaltung aus, typisch für den Bauhaus-Stil.bauhauskooperation.com
Sanierung 2016
Das Petersschulhaus am Peterskirchplatz 5 in Basel wurde im Jahr 2016 umfassend renoviert. Die Sanierung war Teil des landesweiten Schulbauprogramms im Rahmen der Harmos-Reform, das 2012 vom Kanton Basel-Stadt initiiert wurde. Dieses Programm umfasste die Renovation und Anpassung von 49 Schulstandorten bis zum Jahr 2022 mit einem Gesamtbudget von 790 Millionen Franken. bzbasel.ch
Die Renovation des Petersschulhauses wurde von der Villa Nova Architekten AG durchgeführt. Unter der Leitung von Architekt Christian Lang wurde ein neues Farbkonzept entwickelt, das die historischen Elemente des Gebäudes bewahrt und gleichzeitig moderne Anforderungen an Funktionalität und Energieeffizienz erfüllt. Dabei wurden unter anderem neue Glastüren für den Brandschutz, ein Lift für die Barrierefreiheit und eine kleine Aula im ehemaligen Dachgeschoss integriert. villanova.chbzbasel.ch
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Restaurierung der wertvollen Wandmalereien von Alfred Heinrich Pellegrini, die im Eingangsbereich des Schulhauses zu finden sind. Die Restauratoren Sabine Maurer und Maurizio Lavina sorgten dafür, dass diese Kunstwerke wieder in neuem Glanz erstrahlen. bzbasel.ch
Die Renovation des Petersschulhauses stellt einen gelungenen Spagat zwischen der Bewahrung historischer Elemente und der Anpassung an moderne Bildungsbedürfnisse dar. Das Gebäude bleibt ein bedeutendes Beispiel für die Schularchitektur der 1920er-Jahre in Basel.
Geschichte Münsterplatz-Schulhaus, Haus zur Mücke
Über 2000 Jahren Geschichte
Wer das heutige Humanistische Gymnasium Basel besucht, betritt nicht einfach ein Schulhaus – sondern ein Gebäude, das auf eine aussergewöhnlich reiche und lange Geschichte zurückblicken kann. Das Haus zur Mücke, gelegen am Schlüsselberg, direkt beim Münsterplatz, gehört zu den bedeutendsten Profanbauten der Stadt. Es vereint auf eindrückliche Weise architektonisches Erbe, kulturelle Tradition und lebendige Bildung.
Römische Wurzeln und mittelalterliche Befestigungen
Die Ursprünge des Standorts reichen bis in das 1. Jahrhundert n. Chr. zurück. Archäologische Funde unter der heutigen Turnhalle zeigen Überreste eines frührömischen Siedlungsgebiets. Im 4. Jahrhundert wurde hier ein Eckturm des spätrömischen Kastells errichtet, das den strategisch wichtigen Rheinknotenpunkt sichern sollte. Mauerfundamente von bis zu drei Metern Dicke zeugen noch heute im Kellerbereich davon.
Ab dem 11. Jahrhundert war der Ort Teil der mittelalterlichen Bischofsstadt und diente als Angelpunkt zwischen der Burg und der Talstadt. Die Mauerzüge und der sogenannte «Roosberg» – heute Schlüsselberg – machten die Lage ideal für Verteidigung und Verkehr.
Vom Adelshaus zur politischen Bühne
Im 13. Jahrhundert wurde das Gebäude zur Trinkstube der Basler Ritterschaft – einem Ort für gesellschaftliche Anlässe, politische Beratungen und festliche Gelage. Ab 1266 diente es als Parteihaus der sogenannten Psitticher, einer der beiden grossen Adelsfraktionen der Stadt. In dieser Zeit war Basel von innerstädtischen Adelskonflikten geprägt – und die Mücke war ihr Zentrum.
Ein historischer Höhepunkt war das Jahr 1439: Im Zuge des Basler Konzils wurde hier Papst Felix V. gewählt. Dafür wurde das gesamte Gebäude als «Conclave» umgebaut – mit abgetrennten Zellen, Sicherheitsvorkehrungen und streng kontrolliertem Zugang. Die Wahl war nicht nur religiös, sondern auch politisch ein Ereignis von europäischer Tragweite.
Renaissance, Reformation und Schulgeschichte
Nach dem Ende der Adelsstubenzeit ging das Gebäude in städtischen Besitz über. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde es mehrfach umgebaut, unter anderem 1450 durch den Baumeister Hans von Thann und dann 1545 neu errichtet. Von ca. 1650 bis 1849 diente es als Tuch- und Kornhaus, später als Kunstsammlung und Bibliothek.
Der nächste grosse Wandel erfolgte 1862: Das Haus wurde umgebaut und aufgestockt und beherbergte bis 1957 die Knabenrealschule. Im darauffolgenden Jahr – 1958 – zog das Humanistische Gymnasium ein, das bis heute hier seinen Sitz hat.
Architektur im Wandel der Jahrhunderte
Die heutige Mücke ist ein faszinierendes architektonisches Ensemble: Der barocke Umbau von 1769, die Aufstockung von 1862 und spätere Renovationen (zuletzt in den 1950er-Jahren) prägen das Erscheinungsbild. Besonders markant sind die massiven Mauern und Strebepfeiler, die an die einstige Wehrfunktion erinnern. Der ehemalige Rittersaal im Erdgeschoss dient heute als Aula – ein Raum, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.
Unter dem Gebäude befinden sich Reste des spätrömischen Kastells, die in Führungen und Projektwochen für Schulklassen zugänglich gemacht werden können – ein echtes Lehrstück gelebter Geschichte.
Ein Ort für Schule, Kultur und Verantwortung
Das Haus zur Mücke steht heute nicht nur für geschichtliche Tiefe, sondern für moderne, humanistische Bildung in einem einzigartigen Umfeld. Hier erwerben die Jugendlichen nicht nur Wissen, sondern erleben tagtäglich, was kulturelles Erbe bedeutet. In einer Zeit des raschen Wandels bietet das historische Schulhaus Beständigkeit, Identität und Raum zur persönlichen Entfaltung.
Lesen Sie mehr über die Geschichte von Lötscher, Valentin: Das Haus zur Mücke. In: Basler Jahrbuch 1958, S. 86-141. Online: https://www.baslerstadtbuch.ch/stadtbuch/1958/1958_1046.html [16.08.2022]. (Die Online-Plattform baslerstadtbuch.ch ist ein Service public der Christoph Merian Stiftung.)
Förderzentrum
Die Primarstufe Peter ist eine integrative Schule.
Wir haben unterstützende Förderangebote.
Wir arbeiten in multiprofessionellen Teams zusammen und tauschen uns regelmässig aus.
Die Fachpersonen werden vom Fachzentrum für Förderung & Integration Basel-Stadt unterstützt.
Sollten die Lehrpersonen zur Auffassung kommen, dass Ihr Kind in einem Bereich regelmässig zusätzliche Unterstützung braucht, wird mit Ihnen das Gespräch gesucht. Selbstverständlich können auch Sie auf die Lehrpersonen zugehen, wenn Sie Fragen oder Anliegen haben oder Beobachtungen teilen möchten.
Die Klassenlehrperson ist Ihre erste Ansprechperson.
Link :Volksschulen des Erziehungsdepartements Basel-Stadt - Integrativer Unterricht (bs.ch)
Link: Fachstelle Förderung und Integration — Willkommen beim Basler Bildungsserver eduBS
Heilpädagogik
Das Angebot findet vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse statt. Die schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen fördern Kinder mit besonderen Bedürfnissen und besonderen Begabungen. Sie suchen nach sinnvollen Methoden, um den Kindern ein lustvolles und selbstmotiviertes Lernen innerhalb der Klasse zu ermöglichen. Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen arbeiten eng mit den Klassenlehrpersonen zusammen und beraten die Eltern bei spezifischen Fragestellungen zur Entwicklung und zum Lernen der Kinder.
Die heilpädagogische Förderung findet während den regulären Unterrichtszeiten einzeln, in kleinen Gruppen oder in der Klasse statt.
Die heilpädagogische Förderung im Kindergarten kann in der Klasse oder an einem Vormittag pro Woche an unserem Heilpädagogischen Kindergarten am Münsterplatz stattfinden.
Psychomotorik
Die Psychomotorische Förderung ist ein pädagogisch- therapeutisches Angebot.
Es richtet sich an Kinder vom Kindergarten bis zur 6. Klasse, die Auffälligkeiten in der Bewegungsentwicklung und ihrem Bewegungsverhalten zeigen. Dies kann die Grobmotorik, die Feinmotorik und die Grafomotorik (Schreibbewegung) betreffen.
Die psychomotorische Förderung benutzt Bewegung, Spiel und Körpererfahrung als Arbeitsmittel, um die Entwicklung der Kinder zu fördern.
Sie findet einzeln oder in Kleingruppen in speziell dafür eingerichteten Räumen, draussen oder integrativ in der Klasse statt, wenn möglich während der Unterrichtszeit.
Weitere Information:
Was ist Psychomotorik? Psychomotorik Schweiz (psychomotorik-schweiz.ch)
Logopädie
Das pädagogisch-therapeutische Angebot findet vom Kindergarten bis zur 6. Klasse statt.
Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung können sich vielfältig äussern: in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation, in der Artikulation, im Redefluss, beim Schlucken oder in der Stimme. Auch das Lesen und Schreiben oder das Zahlenverständnis können betroffen sein.
Die Fachperson Logopädie arbeitet mit Kindern, bei denen sich solche Auffälligkeiten zeigen.
Die Logopädie findet wenn möglich während den regulären Unterrichtszeiten im Einzel-, Kleingruppen oder Klassensetting statt.
Weitere Informationen:
Link: https://logopaedie-basel.ch/was-ist-logopädie-1
LRS (Lese-Rechtschreibe-Schwäche) / Dyskalkulie (Rechenschwäche)
Das Angebot richtet sich an Kinder der 3. bis 6. Klasse mit einer diagnostizierten Lese-Rechtschreibe-Schwäche oder Rechenschwäche und findet wenn möglich während der regulären Unterrichtszeiten einzeln oder in Kleingruppen statt.
Deutsch als Zweitsprache
Kinder, die neu zugezogen sind und noch kein Deutsch sprechen, werden in die Einstiegsgruppe aufgenommen. Hier lernen die Kinder die deutsche Sprache und werden in Mathematik stufengerecht gefördert. Nach der Integration in eine Regelklasse erhalten die Kinder während der Unterrichtszeit speziell für sie angepasste Deutschförderung.
Kinder, die bereits in eine Regelklasse integriert sind, erhalten zusätzliche Unterstützung in Deutsch als Zweitsprache.
Begabungsförderung – Pullout
Kinder aus verschiedenen Schulhäuser aus Basel-Stadt besuchen in der Petersschule das Begabungsfenster. Wenn bei einem Kind die innere Differenzierung im Klassenunterricht und die schulhausinternen Fördermassnahmen nicht mehr ausreichen und/oder eine überdurchschnittliche Begabung vermutet wird, muss – im Einverständnis der Eltern – der Schulpsychologische Dienst mit einbezogen werden.
Auf Grund einer Abklärung auf dem Schulpsychologischen Dienst kann der Psychologe/die Psychologin die Aufnahme in ein Pull Out / Begabungsfenster empfehlen. Ziel ist ein Konsens zwischen Eltern, Kind, Lehrperson und Schulpsychologen/-psychologin. Das Kind bleibt in der Stammklasse des Schulhauses im Wohnquartier. Der Unterricht im Pull Out / Begabungsfenster findet an einem zentralen Ort und wöchentlich an einem fixen Halbtag statt. Primäres Ziel dieses Unterrichts ist nicht, den normalen Schulstoff zu vertiefen oder im Stoff vorzugreifen, sondern vielmehr, dass die Kinder eigene Themen einbringen und diese projektartig bearbeiten können.
Sie sollen geeignete Arbeitstechniken und -abläufe kennen lernen und anwenden können. Dabei sollen sie auch ihre Stärken weiterentwickeln können. Letztlich soll mit dem Projektunterricht an selbst gewählten Themen die intrinsische Motivation gefordert und gefördert werden. Das Lernen unter Peers bietet für diese Kinder eine wichtige Erfahrung. Zwischen den Lehrpersonen für Pull Out / Begabungsfenster und den zuständigen Klassenlehrpersonen, dem zuständigen Psychologen / der zuständigen Psychologin (SPD) und den Erziehungsberechtigten findet kontinuierlich ein Austausch statt. Die individuelle Entwicklung und der Lernprozess des Kindes bestimmen die Art und Weise der Zusammenarbeit und dieses Austauschs. Dabei muss auch periodisch überprüft werden, ob diese Form der Förderung für das betreffende Kind noch adäquat ist. Der Fokus soll nicht nur auf das schulische, sondern auch auf das ausserschulische Lernen gelegt werden. Die Eigen- und Freizeitaktivitäten des Kindes sind ebenso wichtig wie die individuelle Förderung im Klassenverband, in einer Lerngruppe oder im Pull Out / Begabungsfenster. Begabungs- und Begabtenförderung muss ein gemeinsames Anliegen der Schule und der Erziehungsberechtigten sein.
Besuchen Sie unseren Kinder-Blog des Begabungsfensters.
Fotoalbum
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