Das Waldförderkonzept stellt sich vor

Bild Legende:

Ein Konzept zur Förderung grundelementarer Erlebnisse
für Kindergartenkinder in motorischen, sprachlichen und sozialen Bereichen.

Spielend lernen im Wald...

Über das Spiel eignet sich das Kind laufend Fähigkeiten in den Bereichen Selbst-und Sozialkompetenz an. Der offene Lehr und Lernraum Wald ist mit seinen unstrukturierten Materialien und unterschiedlichen Lernfeldern eine ideale Basis für handlungsorientiertes und individuelles Lernen. Die Natur ermöglicht dem Kind zahlreiche erweiterte, originale Sinnes- und somit Lernerfahrungen in der Auseinandersetzung mit seiner Umgebung. Vor allem auch das unstrukturierte Spielmaterial fördert die Wahrnehmung des Kindes in hohem Masse. Ein gefestigtes Wahrnehmungssystem bildet unter anderem die Basis für das Erlernen der Kulturtechniken.
Im Freien kann der natürliche Bewegungsdrang der Kinder ungehindert ausgelebt werden. Frische Luft und Bewegung stärken zudem die Abwehrkräfte des Körpers und fördern somit die Gesundheit. Durch die Förderung der körperlichen und seelischen Stabilität,sind die Kinder für die kognitiven Bereiche motivierter und leistungsfähiger.
In der Natur gibt es keine hohen Lärmpegel wie in geschlossenen Räumen. Somit wird Stille im Wald erfahrbar. Das ist von grossem Wert für die allgemeine Differenzierung der Wahrnehmung, sowie das Finden von Stabilität durch innere Ruhe. Somit wird auch die Konzentration der Kinder gefördert, was für schnell ablenkbare ,unruhige Kinder eine grosse Hilfe ist. Eine kleine überschaubare Gruppe bietet ideale Möglichkeiten soziale Konflikte zu lösen. 
Im Wald sind die Kinder viel mehr auf sich selber gestellt,sie entwickeln also mehr Zusammenhalt und helfen sich oft gegenseitig. Für die Entwicklung der Sozialkompetenzen bestehen im freien Spiel draussen besonders gute Voraussetzungen. Unmittelbares Erleben mit allen Sinnen stärkt das Selbstwertgefühl und fördert die emotionale Stabilität.

Im Sommer 2019 habe ich mit dem Projekt gestartet. Ich nehme jeweils an einem Morgen 4-8 Kinder aus einem oder zwei Kindergarten-Standorten zusammen mit in den Wald.

Annette Rutishauser